Bundesprojekt "Demografiewerkstatt Kommunen"

Deutschland wird immer älter und bunter. Diese demografischen Veränderungen der Bevölkerung finden sich auch im Landkreis Ludwigslust-Parchim wieder und rücken immer weiter in das Bewusstsein seiner Bürgerinnen und Bürger, sowie der Politik.  Der Demografische Wandel birgt zahlreiche Herausforderungen, aber auch Chancen für die Entwicklung des Landkreises. So gilt es, die Daseinsvorsorge mit nachhaltigen Konzepten zukunftsfest zu machen und Potenziale einer veränderten Bevölkerungsstruktur zu nutzen. Nachdem die Stadt Grabow bereits Erfolge durch die Zusammenarbeit und Förderung mit dem Projekt „Demografiewerkstatt Kommunen“ (DWK) erzielte, ist nun auch der Landkreis zum Projektteilnehmer geworden. Außerdem sind an der Umsetzung des Projektes das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit in Bielefeld mit der Geschäftsstelle des DWK und das Institut für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund, welche die systematische Beschreibung und Evaluation der Prozesse durchführt beteiligt. Das gemeinsame Ziel ist es, diese Kommune „demografiefest“ zu machen. Unterstützt und gefördert wird das Projekt nicht nur von dem BMFSFJ, sondern auch von der Deutschen Fernsehlotterie/ Stiftung Deutsches Hilfswerk, welche die durch Lotterie erspielten Mittel an karitative und soziale Projekte in ganz Deutschland verteilt.

Seit dem 01.09.2019 wird die Stelle der Koordinatorin des Projektes für den Landkreis Ludwigslust-Parchim von Teresa Hildwein besetzt. Ihre akademische Ausbildung an der Universität Rostock mit der Fachrichtung Sozialwissenschaften und der Spezialisierung auf Demografie ermöglicht eine wissenschaftliche Betrachtungsweise der Thematik. Bei projektorientierten und verwaltungstechnischen Angelegenheiten wird sie mit Rat und Tat von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des FD16 Gleichstellung, Generationen und Vielfalt unter der Leitung von Frau Heidrun Dräger begleitet.

Treffen mit der Ministerin

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Vertreterinnen und Vertreter der DWK-Kommunen zu Besuch im Bundesfamilienministerium

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey empfing am vergangenen Montag, 20. Januar 2020, Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, die am Projekt Demografiewerkstatt Kommunen teilnehmen. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde bei diesem Treffen von dem 1. stellvertretenden Landrat Wolfgang Schmülling vertreten.

Seit 2016 unterstützt die DWK aktuell zehn Kommunen durch die Entwicklung individueller Konzepte zum Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vor Ort. Die Laufzeit des Modellprojektes ist auf fünf Jahre begrenzt. Die Vertreterinnen und Vertreter der aktuell beteiligten Modellkommunen berichteten über ihre Erfolge des Projektes. Die Beteiligten sind sich einig: „Das ist die Art von Projekten, die wir brauchen“. 

https://www.demografiewerkstatt-kommunen.de/

Erste demografische Zukunftswerkstatt - Der Landkreis macht sich zukunftsfest

Am 13. Januar 2020 kamen rund 150 Personen des Landkreises aus verschiedensten Institutionen, Unternehmen, Politik und dem Bereich des Ehrenamtes im Kreistagssaal in Ludwigslust zusammen, um gemeinsam mit dem Landkreis darüber zu diskutieren, wie wir es schaffen, unsere Region zukunftsfest aufzustellen und die Grundsteine für eine langfristige Demografiestrategie zu legen.

Das dieses Thema vielen Menschen unter den Nägeln brennt und diese sich gern bei dem Prozess einbringen wollen wurde durch die große Resonanz an Teilnehmenden der deutlich. Der Kreistagssaal als Tagungsraum war bis auf den letzten Stuhl besetzt. Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Fachdienstleiterin für Gleichstellung, Generationen und Vielfalt Heidrun Dräger. Der 1. stellvertretenden Landrat Wolfgang Schmülling eröffnete die Zukunftswerkstatt. Um das Thema vorzustellen gab es eine kurze fachliche Einführung seitens unserer Projektpartner der Demografiewerkstatt Kommunen (DWK). Dort sprach Herr Kirner vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter anderen über die Auswirkungen des demografischen Wandels in ländlichen Räumen und über Erfahrungsberichte und Positivbeispiele aus anderen, am Projekt teilnehmenden, Kommunen. Ein Beispiel war die Sommerakademie für Mediziner-Nachwuchs, die in Adorf (Vogtlandkreis) entstand, um angehenden Medizinern das Leben als Landärzte schmackhaft zu machen. Im Anschluss wurde von der Projektkoordinatorin des Landkreises Ludwigslust-Parchim für den Bereich Demografie Teresa Hildwein der Landkreis in Zahlen vorgestellt.

Die zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmen konnten zu Beginn der Veranstaltung zwischen 5 verschiedenen Themen wählen, die alle samt mit dem Oberbegriff Demografie in Verbindung stehen. Der Austausch zu den Punkten Mobilität, Digitalisierung, Kultur, Ehrenamt bis hin zu Aspekten der Daseinsvorsorge und das konkrete Nachdenken über Einsamkeit und Teilhabe aller Generationen im Landkreis wurde in Form von Workshops möglich. In diesen wurde an die Anwesenden die Bitte geäußert Bedarfe festzustellen, über bereits bestehende Positivbeispiele zu informieren und um ganz neue Ideen anzubringen und zu sammeln. Von visionären Anregungen wie Lufttaxen im Bereich der Mobilität der Zukunft bis hin zu generationsübergreifende Treffen mit Abholservice oder Plattformen für Vernetzungen konnten viele Ideen und Empfehlungen aus diesen Arbeitsgruppen gesammelt werden.

Doch nicht nur Ideen wurden gesammelt, auch dass Vernetzen der Anwesenden aus den verschiedensten Bereichen ist ein positives Resultat der Veranstaltung. Besonders erfreulich war es, dass so viele Personen nach der Veranstaltung ihre Bereitschaft zeigten, auch weiterhin an bestimmten Themen mitzuwirken. Diese erste Zukunftswerkstatt war der Start eines nun angestoßenen Prozesses um den Demografischen Wandel entgegenzutreten und es werden in diesem Jahr noch weitere Veranstaltungen zu gezielten Themenschwerpunkten stattfinden, um beispielsweise auch die Jugendlichen konkreter miteinzubeziehen, da diese am Montag leider nur gering vertreten waren. Mit der Unterstützung all unserer gesellschaftlichen Kräfte ist es dem Landkreis möglich, erfolgreich das Jahr der Demografie zu gestalten und uns den demografischen Herausforderungen zu stellen.

Die Presse berichtet:

Gestalten Sie mit!

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim lädt am 13. Januar 2020 von 13:15 Uhr bis ca. 17:30 Uhr im Kreistagssaal in der Kreisverwaltung in Ludwigslust  zur ersten demografischen Zukunftswerkstatt ein, um mit der Unterstützung aller gesellschaftlichen Kräfte unseren Landkreis demografiefest zu machen. Zusammen mit unseren Kooperationspartnern des Bundesprojektes „Demografiewerkstatt Kommunen“ möchten wir Handlungsfelder diskutieren, Problemlagen erkennen und potenzielle Lösungsstrategien entwickeln. Eine breite Beteiligung seitens der Zivilgesellschaft ist ausdrücklich erwünscht. Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, melden Sie sich bitte unter der Mail baerbel.kuehne@kreis-lup.de oder per Telefon unter der Nummer 03871-7221601 (Fax: 03871-722771601) an.

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Die Presse berichtet:

Auftakt in Grabow

Am 2. Mai 2019 wurde in Grabow der Landkreis Ludwigslust-Parchim als zehnte Modellkommune des DWK Projektes von der Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey begrüßt. Die Bundesfamilienministerin unterzeichnete zusammen mit dem Landrat Stefan Sternberg und der Geschäftsführrein des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit den Beitritt zum Projekt.

Grabow gehört bereits zu den teilnehmenden Modellkommunen und so konnten im Anschluss der Unterzeichnung die beispielhaften Erfolge der Stadt erkundet werden, die durch die Unterstützung des Projektes erzielt wurden.

Zu den positiven Veränderungen gehören, dass trotz dem drohendem Leerstand mehrerer Gebäude und Geschäften in der Innenstadt, die Bürgerverwaltung am Markplatz zentriert wird und eine Nachfolge für den altersbedingt schließenden Fleischer, gefunden werden konnte. Dadurch wurde und wird auch zukünftig die Innenstadt wiederbelebt. Außerdem wird dort ein neues altersgerechtes Wohnobjekt für Seniorinnen und Senioren entstehen, welches es auch der ältere Generation ermöglicht über kurze Wege Versorgungsmöglichkeiten zu erreichen  und die gesellschaftliche Teilnahme erleichtert.

Kooperationsvertrag GrabowDWK2019

 

 

 

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